Bergschuhe: Welche sind die Richtigen?

Bergschuhe sind Hightech Produkte: Ausgeklügelte Sohlen sorgen für Gehkomfort und geben Sicherheit, Membranen halten die Füße trocken und das Außenmaterial steckt auch unsanften Kontakt mit dem Felsen weg. Doch welche Bergschuhe für welchen Einsatzzweck? Eine Frage, die es für Kinder und Erwachsene zu beantworten gilt. Wir zeigen Euch kurz auf, welche Bergschuhe für Euch in Frage kommen.

Bergschuhe haben sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt. Sind Bergschuhe einmal klobige Treter gewesen, die für Kinder- und Erwachsenenfüße eine Tortur gewesen sind, gibt es heute für (fast) jeden Einsatzzweck die passenden Bergschuhe. In der City sind sie oft zu sehen: Zustiegsschuhe auch als Approach Schuhe bezeichnet. Warum sind sie so oft in der Innenstadt zu sehen? Weil diese Bergschuhe extrem bequem sind, sportlich aussehen und auch zur Jeans passen. Doch Zustiegsschuhe können mehr, denn sie sind vielseitig einsetzbar. Eigentlich, so der Plan, steigt der Alpinist mit diesen Schuhen bis zum Klettersteig oder der Felswand und legt dann andere Bergschuhe an. Klein und leicht sind die Zustiegsschuhe und lassen sich problemlos im oder außerhalb vom Rucksack unterbringen. Dafür haben diese Bergschuhe Schlaufen an der Ferse und daran lassen sich die Zustiegsschuhe an den Rucksack hängen. Doch die flachen Bergschuhe haben sich weiterentwickelt: Durch schroffes Gelände kommt man mit den Approach Schuhen sehr gut. An der Sohle haben sie spezielle Climbing Zones für den Klettersteig und einen schützenden Gummirand um den Schuh. Ein typische Zustiegsschuh ist der La Sportiva Boulder X, den wir auf Tour getestet haben. Für Kinder hat Salewa mit dem Firetail einen tollen Zustiegsschuh im Sortiment.

Einer für alles: Der Salewa Junior Firetail Waterproof Wanderschuh für Kinder ist so flott wie er aussieht.  Foto: (c) Salewa

Einer für alles: Der Salewa Junior Firetail Waterproof. So flott können Bergschuhe für Kinder aussehen .
Foto: (c) Salewa

Bergschuhe oder vielleicht nicht? Der Multifunktionsschuh

Im Gegensatz zu einem Zustiegsschuh ist bei einem Multifunktionsschuh schnell klar, wo dessen Grenzen sind. Für gemütliche Wanderungen auf gut ausgebauten Wegen und flachem Gelände sind diese Schuhe ausgelegt. Dank ihrer aufwändigen Sohle bieten sie einen grandiosen Gehkomfort. Doch weil sie Halbschuhe sind und einen hohen Sohlenaufbau haben, sind die Multifunktionsschuhe für eine Bergtour die falschen Begleiter. In Mittelgebirgen oder bei Almenwanderungen hingegen ist ihr Terrain. Dank Membranen halten die Multifunktionsschuhe bei Regen dicht, gehören aber eigentlich nicht in die Kategorie Bergschuhe.

Bergschuhe klassisch: Der Wanderstiefel

Bergschuhe wie sie sein sollten: Der Wanderstiefel ist für längere Touren mit Rucksack ausgelegt. Diese Bergschuhe haben einen stabilen Schaft und verhindern so ein Umknicken. Entsprechend robuste Sohlen sind angebracht. Auch wenn sie etwas steif sind, so erhöhen sie erheblich die Trittsicherheit der Bergschuhe. Die Dämpfung fällt hier meistens geringer aus, dafür sind Wanderstiefel hart im Nehmen. Aus hochwertigen Leder oder Hightech-Material wie Cordura besteht der Schaft. Wer seine Bergschuhe richtig pflegt, kann über viele Jahr damit unterwegs sein.

Der Mountain Expert GTX® Evo von Lowa ist ein Allrounder unter den Bergschuhen.  Foto (c) Lowa

Der Mountain Expert GTX® Evo von Lowa ist ein Allrounder unter den Bergschuhen.
Foto (c) Lowa

Bergschuhe für alle die hoch hinaus wollen: Der Alpinstiefel

Wer im ewigen Eis unterwegs ist oder schwierige Klettersteige geht, der braucht spezielle Bergschuhe. Hier kommen die Alpinstiefel zum Einsatz. Sie haben eine harte und feste Sohle, schließlich müssen diese Bergschuhe aus Steigeisen aushalten. Im Gegensatz zu einem Wanderstiefel ist diese extreme Art der Bergschuhe mit einem hohen Schaft ausgerüstet. Bergschuhe für Spezialisten eben.

Bergschuhe für den hardcore Einsatz: millet brenva evo gtx Foto (c) Millet

Bergschuhe für den hardcore Einsatz: millet brenva evo gtx
Foto (c) Millet

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