Ab in die Steinzeit! Mit den Kindern vier mal Geschichte erleben

Die Steinzeit fasziniert Kinder und Erwachsene. Doch für die Outdoor Kids ist ein Museum oft zu angestaubt. Wir zeigen Euch vier lohnende Ziele bei denen Ihr drinnen sowie draußen die Steinzeit erleben und erwandern könnt. Auch wenn die Steinzeit schon viele tausend Jahre zurückliegt, für die Kinder ist sie plötzlich lebendig.

Im Everstorfer Forst, in der Nähe von Grevensmühlen, befinden sich 18 Hünengräber aus der Jungsteinzeit. Das ganze Jahr über könnt Ihr kostenlos auf archäologischen Lehrpfaden die Gräber besichtigen. Vor über 5.000 Jahren entstanden diese beeindruckenden Bauten. Zu den größten Megalithgräbern gehört der sogenannte “Teufelsbackofen”. In dieses Grab könnt Ihr hineingehen und seht dort auch kleine Vertiefungen in den Steinen. Ein Ausflug zu diesen steinzeitlichen Großgräbern in Mecklenburg-Vorpommern lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Infos:

http://www.grevesmuehlen.m-vp.de/bodendenkmale1.htm

Die Steinzeit ist am Teufelsbackofen besonders gut zu verstehen.  Foto: (c) Wikipedia, org / Ch.Pagenkopf

Die Steinzeit ist am Teufelsbackofen besonders gut zu verstehen.
Foto: (c) Wikipedia, org / Ch.Pagenkopf

Steinzeit im Freilichtmuseum Oerlinghausen erleben

Einen Besuch ist das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen wert. Hier präsentieren sich auf 1,5 Hektar von der Altsteinzeit bis zum frühen Mittelalter die unterschiedlichen Zeitepochen. In der weitläufigen Anlage beginnt der Rundgang in der Rentierjägerzeit. Diese ist vor 12.500 v.Chr. gewesen. Hier können die Kinder erfahren und spüren wie die Menschen damals lebten. Etwas Besonderes sind die Sonderveranstaltungen und hier lässt sich das archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen einiges einfallen: Heilpflanzen und ihre Anwendung oder Rennfeuerversuch – Eisenverhüttung. Auch Kindergeburtstage lassen sich hier feiern oder eine Übernachtung im Stroh.

Mehr Infos:

http://www.afm-oerlinghausen.de

Steinzeitwerkstatt im Neanderthal

In Mettmann gibt es das Neanderthal Museum. 1856 fand man im niederrheinischen Neandertal die Knochen von einem Urzeitmenschen. Der lebte vor etwa 42.000 Jahren in dieser Gegend! Am 10. Oktober 1996 eröffnete mitten im Neandertal, wo man 1856 das weltweit bekannteste Human- fossil fand, das neue Neanderthal Museum eröffnet.  Mit rund 170.000 Besuchern im Jahr gehört es zu den erfolgreichsten archäologischen Museen in Deutschland. Die Steinzeitwerkstatt liegt im Zentrum des Kunstweges etwa 400 Meter vom Museum entfernt düsselaufwärts. Sie bildet mit einer Nutzungsfläche von über 800 qm die didaktische Plattform des Museums. Das Themenspektrum spannt einen Bogen vom Leben in der Eiszeit bis zu naturpädagogischen Fragen der Gegenwart.  In zwei großzügigen Werkräumen und einem inszenierten Höhlenraum präsentiert sich ein umfangreiches Angebot des Mitmachens und Anfassens. Das zentrale Motto lautet „Vorgeschichte zum Begreifen“. Das Angebot der Steinzeitwerkstatt reicht von Demonstrationen steinzeitlicher Techniken über Mitmachaktionen, Workshops, Kindergeburtstage, Ferienaktionen und Kursen bis hin zu Wochenendseminaren. Das Nähen eines Lederbeutels mit Tiersehnen gehört genauso zum Programm wie das Malen mit Farbpigmenten der Eiszeit, die Herstellung eines Steinzeitmessers oder der Bau eines Bogens nach Originalbefunden.

Mehr Infos:

http://www.neanderthal.de

Die Steinzeit selbst erfahren. Ein Mädchen schleift einen Anhänger aus Speckstein. Copyright: Neanderthal Museum/M. Steffen

Die Steinzeit selbst erfahren. Ein Mädchen schleift einen Anhänger aus Speckstein.
Copyright: Neanderthal Museum/M. Steffen

Steinzeit am Federsee Museum erfahren

In einer wunderbaren Moorlandschaft liegt das Federsee Museum. Für Familien, die das Museum besuchen, ist die Steinzeit begreifbar. Bei der Ausstellung bekommen die Kinder anschaulich und ohne Einsatz von Multimedia (was wirklich gut tut!) Informationen über die Menschen in der Stein- und Bronzezeit. Mit Fotografien und Ausstellungsstücken, zum Teil dürfen Kinder die Nachbauten anfassen und ausprobieren, ist auch die Geschichte der Menschen am Federsee erklärt. Hier gab es eine Pfahlbausiedlung. Dort fanden die Archäologen auch eines der ältesten Räder der Welt. Das Scheibenrad aus Holz ist im Museum ausgestellt und ein nachgebauter Karren lässt begreifen, wie dieses Gefährt einmal ausgesehen hat. Auch spezielle Kinderführungen bietet das Museum am Federsee an. Für eine halbe Stunde haben dann die Eltern Sendepause. Auf dem Museumsteich können wagemutige Kinder mit einem Einbaum paddeln. Bei entsprechendem Wetter ist dies am Samstag und auch unter der Woche möglich.  Im Außenbereich sind aus den verschiedenen Epochen Häuser nachgebaut und entsprechend ausgestattet. Auf Stelen erklären Comic-Figuren alles Wissenswerte über die Stein- und Bronzezeitmenschen. Schafe tummeln sich im Freigehege. Diese spezielle Rasse muss man nicht scheren, denn sie verlieren ihre Wolle. Dieses und vieles mehr gibt es im Federsee Museum zu entdecken.

Mehr Infos:

Federsee Museum

Im Federseemuseum lebt die Steinzeit für Kinder und Erwachsene auf. Foto: (c) Kinderoutdoor.de

Im Federseemuseum lebt die Steinzeit für Kinder und Erwachsene auf.
Foto: (c) Kinderoutdoor.de

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