Serie Teil1: Drei mal Spaß mit dem Schlitten in Bayern, Sachsen und Niedersachsen

Bald kommt der Schlitten wieder aus dem Keller. Nachdem wir im letzten Winter die Landeshauptstädte nach Schlittenbahnen getestet haben, suchen wir dieses mal rasante Rodelpisten. Damit Ihr mit dem Schlitten richtig lange ins Tal sausen könnt, haben wir drei tolle Ausflugsziele für Euch in Bayern, Sachsen und Niedersachsen gefunden. Ab auf die Schlitten!

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Ein echter Schlitten fühlt sich auf langen Abfahrten wohl. In Augustusburg, es liegt in Mittelsachsen ungefähr 15 Kilometer von Chemnitz entfernt, gibt es eine Naturrodelbahn, die es in sich hat. 1,5 Kilometer lang geht es runter. Damit gehört dieser Rodelhang zu den längsten im Erzgebirge. Doch der besondere Reiz liegt darin, wie Ihr den Berg hochkommt. Eine über 100 Jahre alte Drahtseilbahn bringt Euch in einem gemächlichen Tempo den Berg hinauf. Nach acht Minuten Fahrt mit dem historischen Gefährt fahrt Ihr an der Trasse dieser Bahn auf dem Schlitten runter ins Tal. Dabei warten 170 Höhenmeter auf 1,5 Kilometer auf Euch. Mit der Bahn könnt Ihr nach Ausgustusburg fahren und steigt direkt bei der Talstation aus. Die Preise sind moderat und der Spaß maximal. Auch in der Bergstation Rosts Wiesen ist an alles gedacht: Sogar ein Wickeltisch steht bereit.

Mehr Infos: http://www.rosts-wiesen.de

Heiße Schlitten im kalten Niedersachen!

In Niedersachsen gibt es einen Hotspot für Fans von Schlitten: Der Wurmberg bei dem Ort Braunlage. Dort ist eine der längsten Rodelbahnen von Norddeutschland. Sie kommt auf 1,5 km Länge.  Auf den 971 m hohen Wurmberg führt eine Seibahn und nimmt auch den Schlitten mit. Doch der Mount Everest von Niedersachsen überzeugte mich und die Kinder.

Anspruchsvoll und fast 1,5 km lang ist die Rodelbahn dem Wurmberg hinunter. Foto: © Wurmbergseilbahn Braunlage.

Anspruchsvoll und fast 1,5 km lang ist die Rodelbahn dem Wurmberg hinunter.
Foto: © Wurmbergseilbahn Braunlage.

Wir haben, zugegeben, uns für Variante zwei entschieden. Hier kostet die Familienkarte bis zur Mittelstation (zwei Kinder plus drei Kinder bis 17 Jahre) nur 19 Euro (Stand 5.1.2013). Auf 720 m Höhe angekommen brachten die Kinder und ich die Schlitten in Position. Wer ist schneller unten bei der Talstation? Am Start hatte ich noch die Nase, wegen mehr Masse, vorne. Dann ging es in den Wald. Eine langer gerader Hang, allerdings mit Wellen. Hier passierte mir ein Fahrfehler nach dem anderen. Dabei geriet ich zu weit an den Rand und dort sanken die Kufen von meinem Schlitten in den tiefen Schnee ein. Bis ich wieder meinen Schlitten flott hatte, rasten die Kinder bereits weiter Richtung Braunlage. Am Ende siegten die Kleinen überlegen. “Wiederholung!” schmetterte ich den beiden entgegen.

Mit dem Schlitten das Nebelhorn runter

2,5 Kilometer und 450 Höhenmeter. Lasst mal diese beiden Zahlen auf Euch wirken! Von der Seealpe geht es das Nebelhorn bei Oberstdorf hinunter. Eine Schlittenbahn die es in sich hat! Der Start liegt auf 1.280 m. Die Rodelbahn ist, ausgenommen vom Schluss, getrennt von der Skipiste. Gleich am Start bei der Gaststätte Seealpe geht es steil hinunter und wir erreichen die Einfahrt in den Wald. Von nun an geht es im Forst hinunter nach Oberstdorf. Mit vielen steilen Kurven verlangt die Rodelbahn uns fahrerisch alles ab. Immer wieder hebeln Bodenwellen unsere Schlitten aus, die sich in der Mitte der Rodelbahn befinden.Manche enge Kurven sind mit Fangzäunen ausgerüstet und das hat seine guten Gründe. Schnell bauen wir mit unseren Schlitten Tempo auf. Bis auf eine längere Gleitstrecke müssen wir kein einziges mal die Rodeln ziehen. Kleinere Kinder sind bei dieser Rodelbahn überfordert. Deshalb müssen sie als Copiloten mit einem Erwachsenen ins Tal rodeln. Ohne Helm geht hier gar nix!

 

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