Göttlich mit Kindern wandern: Ab ins Kloster!

Ein Kloster als Wanderziel? Warum eigentlich nicht! Hier gibt es für die Kinder viel zu sehen. Oft ist ein Kloster eine kleine Welt für sich. Hier geht es meistens langsamer und leiser zu als in unserem hektischen Alltag. Das merken auch die Kinder. Außerdem gibt es in einem Kloster viel zu entdecken und für den Papa zu trinken. Oft gehört zu einem Kloster nämlich auch eine Brauerei! Wir stellen Euch drei Klöster vor, die ein lohnendes Wanderziel sind.

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Kloster Weltenburg taucht in manchem Prospekt über Bayern auf. Die Benediktinerabtei liegt auf einer Halbinsel, die sich in die Donau schiebt. Eine Wanderung zum Kloster Weltenburg lohnt sich auch wegen dem Donaudurchbruch und einer Wanderung, auf der die Kinder viel über die Kelten und Römer erfahren. In Kehlheim geht die Wanderung los. Hinauf zur Befreiungshalle. Sie erinnert an die Befreiungskriege gegen Napoleon. Für Kinder ist es spektakulär hinaufzusteigen, das Innere ist für die Outdoor Kids weniger der Brüller. Hier stehen Siegesgöttinnen aneinander gereiht. Darüber auf Schildern die Namen von Schlachten gegen den Franzosenkaiser. Weiter geht es auf dem Berg durch einen dichten Wald. Hier ist der Keltenwall. Einen Nutzen hatte dieses heute noch gut erkennbare Bauwerk eigentlich keinen. Es handelte sich, so die Archäologen heute, um einen Bau mit dem ein Keltenhäuptling seine Macht demonstrieren wollte. Auf Infotafeln erfahren die Outdoor Kids eine Menge über die Kelten. Dadurch ist die Wanderung durch den Wald kurzweilig. Bald geht es hinunter zur Donau. Mit einem kleinen Kahn (hier „Zille“ genannt) geht es hinüber zum Kloster Weltenburg. Auf der Sandbank könnt Ihr eine Pause einlegen. Das Kloster selbst ist beeindruckend mit seiner Asamkirche. Für alle die Hunger und Durst bekommen haben lohnt sich eine Einkehr in dem Biergarten mitten im Klosterhof

GEHEIMTIPP! Geht an der Klosterkirche rechts vorbei den kleinen Weg hoch. Erst geht es durch einen Wald und dann habt Ihr eine Lichtung erreicht. Dort steht eine kleine Wallfahrtskirche. Der ganze Hügel ist voll von Archäologischen Ausgrabungen: So zum Beispiel ein Mini-Kastell der Römer. Vom Kloster bis dorthin sind es zu Fuß ungefähr 15 Minuten

Zurück schippert Ihr mit dem Ausflugsdampfer durch den Donaudurchbruch. Weit ragen die Kalksteinfelsen dort in den Himmel.

Übernachten könnt Ihr preiswert in Ihrlerstein (die Nacht ab 16 €), nahe Kehlheim, in der dortigen Jugendherberge.

Kloster Weltenburg mit dem Donaudurchbruch und dem Keltenwall ist im Herbst ein tolles Ziel für eine Familienwanderung.  Foto: (c) Kinderoutdoor.de

Kloster Weltenburg mit dem Donaudurchbruch und dem Keltenwall ist im Herbst ein tolles Ziel für eine Familienwanderung.
Foto: (c) Kinderoutdoor.de

Einen Klosterwanderweg gibt es im Harz. 64 Kilometer ist er insgesamt lang und zwei Etappen unterteilt.Für Kinder ist der Kolstergarten von Kloster Drübeck eine Entdeckungsreise. Hier können sich die kleinen Outdoorer einen Überblick verschaffen was die Benediktinerinnen damals anbauten: Gemüse und Obst zum Essen, Kräuter zum Heilen. Weiter geht es zum Kloster Ilsenburg. Es ist etwas über drei Kilometer vom Kloster Drübeck entfernt. Der Weg ist gut ausgeschildert und für die Kinder problemlos zu wandern. Was die Kinder und Erwachsenen an diesem Kloster fasziniert ist, der wehrhafte Charakter. Das ehemalige Benediktinerkloster wirkt oft wie eine Festung. Der weitere Weg ist geschichtlich interessant, denn er verläuft auf dem „Grünen Band“. Bis 1989 verlief hier die deutsch-deutsche Grenze. Weiter geht es nach Jungborn. Perfekt für den Abschluss der Klosterwanderung ist der Erlebnisbauernhof mit Waldcafe am Jungborn. Geöffnet ist es immer am Samstag und Sonntag. In einem Streichelzoo können die Kinder auf Tuchfühlung mit den Tieren gehen und ein Höhepunkt der Wanderung ist sicher das Ponyreiten.

Der Klosterwanderweg führt durch den Harz.  Foto: (c) Ole J. B. Klemm  / pixelio.de

Der Klosterwanderweg führt durch den Harz.
Foto: (c) Ole J. B. Klemm / pixelio.de

In Brandenburg liegt die Gemeinde Kloster Lehnin. Hier gibt es eine frühere Zisterzienser Abtei. Eine lohnende Wanderung führt um den Klostersee. Interessant für Kinder und Eltern ist der Kräutergarten. Hier könnt Ihr sehen, was die Mönche damals anbauten um sich und andere von Krankheiten zu kurieren. Im Zisterziensermuseum könnt Ihr einiges über diesen Orden und das Leben der Mönche erfahren. Folgt der Beschilderung um den Klostersee. Unterwegs kommt Ihr an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei: So die Friedenseiche. Eine Besonderheit ist der Koigarten. Das sind die wertvollen japanischen Zierfische. Auf 4.000 Quadratmeter Teichfläche lassen sich diese wunderschönen Fische beobachten. Dann geht es rund um den Klostersee und ihr kommt auch am Quellgebiet der Emster vorbei. Wenn den Kinder der sieben Kilometer lange Weg zuviel ist, lässt sich das Ganze verkürzen. Einfach über die blaue Brücke am Kloster und über die ehemalige Zisterzienser Abtei zurück in den Ort.

 

 

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