Von der Ferienwohnung im Spreewald zum Schlittschuhlaufen

Jeder kennt die Gurken aus dem Spreewald und manch einer ist schon mit dem Kahn in dem UNESCO Biosphärenreservat unterwegs gewesen. Doch der Winter hat im Spreewald auch seine Reize. Zum einen sind Ferienwohnung einfach zu bekommen und die Fließe sind zugefrorenen. So nennt man im Spreewald die Kanäle. Da gibt es nur eines: Rein die Schlittschuhe und rauf aufs Eis!

Im Winter hat der Spreewald einen besonderen Reiz. Viele kleine Seitenarme, in die selbst Paddler im Sommer nicht reinkommen, lassen sich mit Schlittschuhen erkunden. Während viele Eislaufhallen überfüllt sind, können hier Familien mit den Schlittschuhen stundenlang und ohne Gedränge über die zugefrorenen Fließe gleiten. 300 Kilometer Eisfläche stehen zur Auswahl. Wir sind im Hafen von Lübbenau gestartet. Nachdem andere Familien aus  Berlin auch mit den Schlittschuhen schon auf dem zugefrorenen Fließ unterwegs sind, wagten wir uns auch aufs Eis. Unsere erste Zwischenetappe führte uns zum Museumsdorf Lehde. Auf beiden Seiten standen die winterlichen Laubbäume uns es lag Schnee, wo im Sommer die Vegetation wuchert. In Lehde hatten wir ein wenig Orientierungsprobleme. Zum Glück halfen uns Einheimische weiter. Spontan brachten sie uns zum Lehder Fließ und erklärten, wo wir die nächste Möglichkeit haben uns zu verlaufen. Nach einem Kilometer mussten wir wieder das Eis wechseln. Dieses mal auf die Hauptspree. Für die Kinder stand bereits zu diesem Zeitpunkt fest:“Das ist tausendmal schöner als im Eisstadion!“ Was ich auch positiv fand. Anstatt der Spreewaldgurken aus den markanten Plastikbehältern, gab es immer wieder mal die Möglichkeit Gulasch, Würstel, Glühwein oder Tee zu kaufen. Bei den Kindern sind dabei die Augen immer größer als der Hunger gewesen und so „durfte“ ich deren Reste wohl oder übel verspeisen. Bis Leipe kamen wir ganz gut voran.

Im Spreewald wartet ein Eislaufabenteuer auf Familien© studioJowita - Fotolia.com

Im Spreewald wartet ein Eislaufabenteuer auf Familien
© studioJowita – Fotolia.com

Auch hier halfen uns sofort die Ortsansässigen weiter und brachten uns zur Schleuse mit der Nummer 47. Nach einer kurzen Abbiegung erreichten wir wieder die Hauptspree und glitten weiter durch den winterlichen Spreewald. Nach wenigen hundert Metern mussten links in das Dorffließ von Leipe einbiegen. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass Venedig weniger Kanäle hat, als dieser malerische Ort im Spreewald. Hier ging es zum Hafen. Dort legen wir ein Pause ein und schlitterten auf demselben Weg wie  wir hergekommen waren zurück in den Hafen von Lübbenau. Insgesamt sind wir 12 Kilometer unterwegs gewesen. Doch die Zeit verging so schnell wie wir mit den Schlittschuhen rasten. Die Kinder nörgelten nicht ein einziges mal. Nur ich konnte nach diesem Ausflug ein paar Tage weder Gulaschsuppe noch Würstel essen.

Infos!

www.spreewald.de

www.schlittschuhlaufen-im-spreewald.de

 

Sind die Fließe nicht zugefroren bietet sich eine Mummelkahnfahrt an. Gut einpackt in Wolldecken paddelt man durch den winterlichen Spreewald.


 

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