Schlittenfahren in der Großstadt: Rodeln an der Kieler Förde und Rhein

Auf der längsten Naturrodelbahn Deutschlands können die Schlittenfahrer 6,5 Kilometer den Berg hinuntersausen. Dafür müssen alle die gerne so lange Schlittenfahren erst einmal zum Wallberg am Tegernseer (Oberbayern) kommen. Wir von Kinderoutdoor.de haben auf Anregung von einigen Userinnen Landeshauptstädte auf deren Schlitten Tauglichkeit untersucht.

Beginnen wir im hohen Norden von Deutschland. Kiel, die Hauptstadt von Schleswig-Holstein, steht eher weniger im Verdacht ein Wintersport-Ort zu sein. Wir haben etwas ganz anderes erlebt. Auf die Frage wo wir am besten Schlittenfahren können schickten uns die Kieler immer zum Innenministerium am Düsterbrooker Weg. Aber wir wollten doch nur Schlittenfahren und kein Ministerium besuchen. Vis a vis dem Backsteinbau in denen der Innenminister sitzt befindet sich die Krusenkoppel. Ein Schlittenberg der Extraklasse. Steil und trotzdem sicher. Das städtische Gartenamt sichert den Auslauf mit einem Laubwall und so besteht keine Gefahr, dass ein Kind mit dem Schlitten auf das stark befahrene Hindenburgufer gerät. Besonders toll ist die Aussicht von der Krusenkoppel auf die Kieler Förde. Mit Sprungschanzen und Hangwellen bietet die beliebte Rodelbahn den nötigen Pep.


Hinter dem Kieler Innenministerium, am Hindenburgufer, ist die Krusenkoppel. Der Hotspot für alle Schlittenfahrer.
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Auch in Düsseldorf lässt sich toll mit dem Schlitten fahren. Wir erhielten einen sehr guten Tipp: Hinter den Gehry-Gebäuden, Stromstraße, im Medienhafen. Alle die weniger lange Aufstiege mit der Rodel lieben, sind hier richtig aufgehoben. Eine Alternative befindet sich in Düsseldorf-Oberkassel. Dort an den Rheinwiesen gibt es sanfte Hänge an denen auch kleinere Kinder alleine runterrutschen können. Schnell findet man hier Anschluss an andere Eltern und kann dabei den Schlittenfahrern zusehen. Da weit und breit keine Straße ist, muss niemand Angst um die Kinder haben. Von der Stadt Düsseldorf ist dieses Areal für Schlittenfahrer ausgewiesen.


In Düsseldorf steht die längste Theke der Welt und es lässt sich gut rodeln.
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In Lena-Stadt, auch als Hannover bekannt, können die Eltern zwischen Rodelbergen wählen. In der Eilenriede, an der Bernadotteallee, treffen sich die Familien bei entsprechender Schneelage mit Rodeln, Bobs und Plastikrutschen. Vorteil von diesem moderaten Schlittenberg ist die zentrale Lage in der Hauptstadt von Niedersachsen. Entsprechend bevölkert ist im Winter die Rodelbahn. Fahrerisch stellt sie keine hohen Ansprüche für die Kinder ist der Spaßfaktor dennoch hoch. Als Geheimtipp haben uns einheimische Familien den Kronsberg empfohlen. Er befindet sich in der Nähe vom Gewerbepark am Messegelände und ist ein Teil vom Parc Agricole.  Der einzige Nachteil an diesem Rodelberg: Er liegt am Stadtrand.

In Lena-Stadt Hannover ist Ski und Rodeln gut!
© K.-U. Häßler – Fotolia.com

Hamburger treffen sich zum Schlittenfahren am Wasserturm im Schanzenpark, an der Altonaer Straße. Erreichbar ist diese Rodelbahn mit der S-Bahn (Haltestelle Sternschanze) oder der U-Bahn (ebenfalls Haltestelle Sternschanze). Zum historischen Wasserturm aufsteigen. Dort ist jetzt ein Hotel untergebracht und dann die Abfahrt mit dem Schlitten genießen. Es lohnt sich auf jeden Fall! Wer es liebt mit vielen anderen Hamburgern um die Wette zu rodeln der geht an einem Sonntagnachmittag dort hin. Das Ganze erinnert dann eher an einen Massenstart. Doch hanseatische Rücksicht lässt keinen Stress aufkommen und der Spaß beim Schlittenfahren ist garantiert. Könner grinsen über diese „nette“ Abfahrt. Wer es rasant liebt, der brettert aut zwei Kufen im Schinkelspark. Dier ist über die Blankeneser Landstraße erreichbar. Ein stabiler Holzschnitten ist hier sehr wichtig, denn auf der Eisbahn läuft die Rodel schnell, aber ruppig. Einen Kilometer lang ist die Schlittenbahn im Bergedorfer Gehölz. Hier ist fahrerisches Können auf den vielen Kurven gefordert. Wer ohne Auto dorthin will nimmt die S-Bahn Haltestellen Bergedorf.

Hamburg hat auch Wintersport-Qualitäten. Familien haben einige Möglichkeiten dort zum Schlittenfahren.
© Johannes Menk – Fotolia.com

 

Bremen rodelt auch und zwar im Stadtwald. Vom Aussichtsturm führt eine tolle Schlittenbahn hinunter bis zum Stadtwaldsee. Hier trifft sich die halbe Hansestadt und freut sich über den Neuschnee. Für Kleinere ist der Bürgerpark ideal. Bei der Melchersbrücke geht es flott den Hang runter. Bei dem langen Auslauf kommen alle von selbst zum Stehen. Ein Insider-Tipp ist der Wallerpark an der Langen Reihe.  Hier kommen Profis und Anfänger auf ihre Kosten. Alles andere als hanseatisch beschaulich ist die Experten-Bahn. Hier muss man den Schlitten beherrschen. Wer es eher ruhiger haben will, der geht zum Rodeln an die Wallanlagen bei der AOK Kreuzung. Ein moderater Hügel mit genügend Auslauf. Selbst bei Sonnenschein ist der Hang wenig bevölkert.

 

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