Daunenjacken für Kinder: Worauf ist beim Kauf zu achten?

Vor dem Winter fragen sich viele Eltern, was für die Kinder besser ist: Eine Daunenjacke oder eine die mit Kunstfaster wattiert ist. Schließlich sollen es die Kleinen auch in der Kälte möglichst warm haben, wenn sie draussen unterwegs sind. Wir haben für Sie wichtige Kriterien zusammengestellt.

Trotz aller neuen Kunstfasern gilt bis heute, die Daune ist immer noch der Spitzenreiter wenn es um eine hohe Wärmeleistung bei möglichst geringem Gewicht geht. Auch das Packmaß fällt entsprechend klein aus. Doch Daune ist nicht gleich Daune! Beim Kauf sollten Sie in die Jacke oder Weste sehen ob es sich um Gänse- oder Entendaunen handelt. Gänsedaunen sind nämlich hochwertiger und haben bessere Isolationswerte.

Die Wildgänse frieren selbst im Winter nicht im kalten Wasser. Kein Wunder, sie haben ja Daunen an. Gänsedaunen sind meistens höherwertiger, als die von Enten.
Foto: © Frank – Fotolia.com

Was ist eine Daune?

Nur Wassergeflügel, also Gänse und Enten, haben Daunen. Sie bilden das Untergefieder und wachsen diesen Tieren vor allem auf der Brust. Während Federn eine Art äußeren Schutz bilden. Die Daunen ist im Gegensatz zu Feder leichter. Ein Kilo Daune kann aus 500.000 bis über einer Million einzelner Daunen bestehen, denn diese wiegen zwischen 0,001 g und 0,002 g.

Beim Kauf schaut auch auf das Mischungsverhältnis. Steht in der Jacke oder Weste 80/20 bedeutet es, dass das Futter aus 80% Daunen und 20% Federn besteht. Letztere haben eine deutlich geringere Isolationsfähigkeit. Je höher der Daunenanteil ist, um so hochwertiger ist die Jacke oder Weste. Für Kinder reicht meistens eine Mischung von 80/20 während bei Expeditionen oder Hochalpinen Touren 90/10 zum Einsatz kommt.Es lohnt sich auch nachzusehen, woher die Daune kommt. Als Faustregel gilt: Je kälter die Region ist, woher die Daune stammt, um so höher ist die Isolationsleistung. Das ist kein Outdoorer-Latein, sondern einfach erklärbar. In den Jahrzehnten haben sich die Gänse und Enten ihrer natürlichen Umgebung angepasst. Ein Tier in Polen muss einen weniger strengen Winter aushalten können, als ein Artgenosse im Norden von Kanada. Deshalb lohnt es sich auf dem Etikett nachzusehen, wo das Ursprungsland der Daune ist.

Warum isolieren die Daunen so gut?

Eine Daune schließt, aufgrund ihrer Struktur, sehr viel Luft ein und diese isoliert wunderbar gegen Kälte. Unter dem Mikroskop ist zu sehen, aus wie vielen Daunenbeinchen eine einzelne besteht. Es sind um die zwei Millionen. Weil die Daune sehr elastisch ist, eignet sich sich besonders für Outdoor-Kleidung oder Schlafsäcke.

Beim Kauf einer Daunenjacke achten Sie auf die Bauschfähigkeit, das Mischungsverhältnis, Herkunft und dass das Füllmaterial nicht von Lebendrupf stammt.
Foto: © arthurdent – Fotolia.com

Ein weiteres Kriterium beim Kauf einer Daunenjacke für Kinder ist die Bauschfähigkeit. Sie steht in cuin an der Kleidung. Ab einem Wert von 650 ist ein guter Schutz vor der Kälte gewährleistet. Um den Bauschwert zu ermitteln kommen 28 g (eine Unze) Daunenmischung im Labor in einen Glaszylinder. Jetzt kommt für 24 Stunden ein Gewicht drauf und presst die Daune zusammen. Ist das Gewicht entfernt dehnt sich die Daune wieder aus. Dieses Volumen wird gemessen und ergibt den cuin-Wert. Wichtig ist auch das Außenmaterial. Denn ein großer Nachteil der Daune ist, dass sie langsam trocknet. Deshalb ist wichtig, dass der äußere Stoff gegen Nässe schützt und Risse schützt. Ist eine Daunenjacke einmal beschädigt, lässt man unfreiwillig „Federn“.

Tierschutz!

Hersteller von hochwertigen Daunenjacken oder Westen verzichten auf den für die Tiere schmerzhaften Lebendrupf. Manche Outdoor-Marken haben sich einen eigenen Dauen-Kodex gegeben und zeigen auf, woher sie ihre Daunen haben und wie sie diese gewinnen.

Einen Gedanken noch zum Thema Daunenkleidung für Kinder. Wenn das Kind länger mit einem Schulranzen oder Rucksack regelmäßig unterwegs ist, kann das einer Daunenjacke weniger gut tun. Die Schultergurte können die Daunen schädigen und so entstehen Kältebrücken.

 

 

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email