Beim Urlaub im Schwarzwald den alten Sagen auf der Spur

Urige Tannenwälder, versteckte Kleinode, sonnige Hochebenen: Der Schwarzwald ist eine einzigartige Erlebniswelt für alle die gerne draussen sind. Wenn die Herbstnebel morgens durch die Täler ziehen, scheint auf den Bergen schon die Sonne.Wie Inseln ragen die Berge aus dem Nebelmeer empor – ein faszinierendes Naturschauspiel aus Wolken, Licht und Schatten.Bei besonderen Führungen lernen Interessierte die Sagenwelt und Geschichte vom Schwarzwald kennen. Im Advent solltet Ihr mit den Kindern einen Weihnachtsmarkt dort besuchen und euch von der besonderen Atmossphäre verzaubern lassen.

Im  Übergang vom Herbst zum Winter erscheint mit der Schwarzwald immer besonders mystisch und geheimnisvoll. Kein Wunder, dass sich auch Führungen zunehmend auf Naturgeister und andere Sagengestalten beziehen  Auf den geführten Grusel- und Erlebnistouren könnt ihr viele dieser Geschichten  miterleben. Termine und Infos unter www.kultur-schwarzwald.info

Von Laternen und Leichen

Geister, Hexen und Teufel gehörten über viele Jahrhunderte zur Glaubenswelt der Landbewohner im Schwarzwald. Was die Einheimischen in Hinterhöfen und Stuben tuschelten , erfahren Gäste bis zum 23. März 2013 von der „Lichtsagerin“. In diese Rolle schlüpft in Emmendingen eine Gästeführerin an verschiedenen Terminen. Sie führt Interessierte mit der Laterne über die „Hohen“ Mundinger Höfe. Packt deshalb die Wanderschuhe ein. In früherer Zeit verkündete nämlich die „Lichtsagerin“, wenn ein Mitbürger verstorben war. Infos: www.brigitte-von-landeck.de

Das hochwohlgeborene Burgfräulein, Brigitt von Landeck, führt bei einer Gruselwanderung ihre Gäste zu den sagenumwobenen Höfen.
Foto: © Manfred Böcherer

Teufeleien in Staufen

Vielleicht habt ihr auch Goethes Faust in der Schule lesen „dürfen“. Der manchmal trockene Stoff über den Alchemisten kann so was von lebendig sein. Eine theatralische „Winterteufelei“ wartet am Westrand des südlichen Schwarzwalds auf die Teilnehmer der Tour „Mephistos Faust“. Sie gehen auf den Spuren des Alchemisten Dr. Johann Georg Faust durch das historische Staufen. Hier soll er mit dem Teufel um seine Seele gerungen haben. Auf kurzen Wegen führt die Erlebnistour mit vielen Zitaten durch die verwinkelten Gassen. Unterwegs gibt es urige Einkehrstationen. Die Tour wird ganzjährig für Gruppen ab zehn Personen angeboten. Infos: www.outdoortheater.de

Kerzenschein im Kloster

Die Räume des Klosters Alpirsbach im nördlichen Schwarzwald sind stimmungsvoll mit Kerzen beleuchtet. Bei einer nächtlichen Führung durch die 900 Jahre alten Mauern des ehemaligen Benediktinerklosters fühlt man sich leicht in die Zeit der Mönche zurückversetzt. Im Anschluss an die Klosterführung wird bei einer Tasse Glühwein Gelegenheit zum Gedankenaustausch geboten. Auch an die Kinder denken die Schwarzwälder, wie wir selbst erlebt haben. Nach dem anschaulichen Rundgang durch das Kloster gibt es Bratapfel und Kinderpunsch, von den Kindern selbst zubereitet. Auch Laternen können die kleinen Gäste dort basteln.  Die sechs Termine liegen zwischen 8. Dezember 2012 und 9. Februar 2013. Weitere Infos unter www.stadt-alpirsbach.de

Weitere Informationen und Anmeldungen, vom 02. November bis 14. März erteilt gerne die Stadt-Info Alpirsbach, Krähenbadstr. 2, Tel. 07444/9516- 281, stadt-info@alpirsbach.de, kloster.alpirsbach@gmx.de, www.alpirsbach.de.

 

Heidnische Schicksalstage

 In christlicher Zeit rankten sich kuriose Geschichten um die zwölf „Rauhnächte“ vom 25. Dezember bis 6. Januar: Um sich vor Wotan und seinem Geisterheer zu schützen, räucherte man „in den Zwölften“ im Schwarzwald Häuser und Ställe aus. Gästeführer Klaus Millmeier erzählt als germanischer Kriegsgott Wotan von diesen und anderen Bräuchen zum Jahreswechsel. Die Führung „Der Wode und die heiligen Rauhnächte“ gibt es zwischen dem 21. Dezember und 5. Januar an zehn Terminen in wechselnden Orten zwischen dem Kinzigtal und dem Hochrhein. www.original-schwarzwald.de

Der Ahn vom Morlokhof

Im „Morlokhof“ im nördlichen Schwarzwald rumort es an jedem Donnerstag: Auf einem der ältesten Bauernhöfe bei Baiersbronn im Murgtal treffen Urlauber bei einer Führung  des Hotel Bareiss auf den „alten Morlok“. Der kauzige Ahnherr erzählt die bewegende Geschichte des Hauses und der Familie. Nach der Hoftour gibt es ein historisches Abendessen in der Hofstube. Alte regionale Gerichte, deren Rezepturen behutsam an die heutige Zeit angepasst sind, kommen auf den Tisch. Infos unterwww.bareiss.com

Nebel steigen im herbstlichen Schwarzwald empor. Kein Wunder wenn die Leute in früherer Zeit glaubten, dass bei einem solchen Wetter die Gespenster unterwegs sind. Wie wärs mit einer Geisterwanderung am Morlokhof?
Foto: © Erich Spiegelhalter/STG

Ins Reich der Moorgeister

Im größten Hochmoor bei Hinterzarten im Schwarzwald lässt sich eine einzigartige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Naturparkführerin Brigitte Riemer lenkt ihre großen und kleinen Gäste an Wochenenden auf Wunsch in die Tiefen des Naturschutzgebiets, hinein ins Reich der Moorgeister. Ihr Motto lautet: „Oh schaurig ist´s, übers Moor zu gehen“. Mitten in der nacheiszeitlichen Urlandschaft wachsen seltene weißblütige Wollgräser, blaue Rauschbeeren, Torfmoose und Moorkiefern. www.naturpark-suedschwarzwald.d

Calw bei Nacht

„Hört ihr Leut’, lasst euch berichten, von der Stadt und ihren Geschichten“ – mit dieser Ankündigung beginnt Nachwächter Thomas Reininger seinen Rundgang durch die historische Fachwerkstadt Calw im nördlichen Schwarzwald. Der passionierte Erzähler gibt bei einem Umtrunk grausige und unterhaltsame Geschichten aus alten Zeiten zum Besten. Neben dem Nachtwächterrundgang kann man auch einen „Fackelspaziergang durch Calw“ oder die „Stadt im Fackelschein und Glühwein“ buchen. Termine nach Vereinbarung. Weitere Infos unter www.calw.de

Weihnachtszauber in Schwarzwald-Städten

Lichterketten über Straßenzügen, festlich geschmückte Schaufenster, Tannenbäume mit Strohsternen und Christbaumkugeln – in den Dörfern und Städten des Schwarzwalds ist die Vorweihnachtszeit noch heimeliger als anderswo. Malerische Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und kopfsteingepflasterte Plätze bilden vielerorts eine märchenhafte Kulisse für Weihnachtsmärkte. Ein feiner Duft von Glühwein, warmen Maronen und gebrannten Mandeln liegt in der Luft. Holzspielzeug, Glaskugeln, Krippenschmuck und Kerzen locken die Besucher an weihnachtlich dekorierte Verkaufsstände. Eine Übersicht mit fast 150 Weihnachtsmärkten findet sich unter www.winter-schwarzwald.info

Der Münsterplatz in Freiburg bleibt auch zur Weihnachtszeit dem werktäglichen Bauernmarkt vorbehalten. Ihren Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt vom 26. November bis 23. Dezember trinken Freiburger und ihre Gäste auf den Plätzen und Altstadtstraßen rund ums Rathaus. Mehr unter www.weihnachtsmarkt-freiburg.de

Nach einer Schneeschuh-Tour oder einer Wanderungen durch den winterlichen Schwarzwald, kann die ganze Familie bei einem Besuch vom Weihnachtsmarkt in Freiburg den Tag bei gebrannten Mandeln und Kinderpunsch ausklingen lassen
Foto: © FWTM/Raach

In Freudenstadt im nördlichen Schwarzwald hat der Weihnachtsmarkt seinen Platz auf dem größten Marktplatz Deutschlands: Das 216 mal 219 Meter große Areal ist vom 7. bis 16. Dezember weihnachtlich geschmückt. An mehr als 100 Ständen können Besucher Kunsthandwerk und Süßigkeiten kaufen. Mehr unter www.freudenstadt.de

Lösungswort: Explore Fund

Auf dem Weihnachtsmarkt in Lörrach im Südwesten des Schwarzwaldes dominieren vom 6. bis 16. Dezember badische, elsässische und schwyzerdytsche Laute. Die Atmosphäre auf dem Marktplatz der kleinen Grenzstadt am Hochrhein ist geprägt durch die Lage im Dreiländereck am Rheinknie bei Basel. Mehr unter www.loerrach.de

Einen Weihnachtsmarkt in einer so wildromantischer Umgebung dürfte es wohl kein zweites Mal geben: Unter dem steinernen Viadukt der Höllentalbahn am Ausgang der Ravennaschlucht gruppieren sich an den drei Dezemberwochenenden mehr als 30 weihnachtlich dekorierte Holzhütten um den traditionsreichen Gebäudekomplex des Hotel Hofgut Sternen. Infos unter  www.hochschwarzwald.de

Zum Adventsmarkt im mittelalterlichen Städtchens Gengenbach im Kinzigtal verwandelt sich das Rathaus in das „weltgrößte Adventskalenderhaus“. Am 200 Jahre alten klassizistischen Gebäude wird jeden Abend ein neues Fenster beleuchtet. Dieses Jahr werden die schönsten Motive der letzten 15 Jahre die 24 Fenster zieren. Der Kalender ist bis zum 6. Januar 2013 zu bewundern. Mehr unter www.gengenbach.info

Ein ganz besonderes Event verspricht der „Triberger Weihnachtszauber“. Wenn die Weihnachtsmärkte andernorts schon längst ihre Buden abgebaut haben, verwandeln rund 750.000 Lichter Deutschlands höchste Wasserfälle in eine romantische Kulisse. Vom 25. bis 30. Dezember 2012  gibt es dazu Musik, Feuershows und Feuerwerk zwischen Schnee und Eiszapfen. Mehr unter www.triberger-weihnachtszauber.de

 

 

Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH

 

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